Hamburg: Geburtshaus von Hans Wrage vor Abriss – nur noch drei Bewohner im leergezogenen Haus
Historisches Wohnhaus soll einem Neubau mit 30 Wohnungen weichen
In der Zeughausstraße in Hamburg steht ein altes Wohnhaus, das als Geburtshaus des Malers Hans Wrage gilt, vor dem Abriss. Das Gebäude ist größtenteils geräumt, lediglich drei Mieter leben noch in den verbliebenen Wohnungen. Nach Plänen der Eigentümer soll das Bestandsgebäude abgerissen und an seiner Stelle ein Neubau mit rund 30 Wohnungen errichtet werden.
Vor Ort sorgen Baustellen, Absperrungen und die abrupte Leerung vieler Wohnungen für Unruhe. Anwohner und Lokalhistoriker kritisieren, dass damit ein Stück städtischer Erinnerung verloren gehen könnte. Befürworter des Projekts verweisen auf die Notwendigkeit neuen Wohnraums in zentraler Lage und auf moderne energetische Standards, die ein Neubau bieten würde.
- Lage: Zeughausstraße, zentrale Innenstadtlage
- Stand der Dinge: Haus größtenteils geräumt, nur drei verbleibende Mieter
- Planung: Neubau mit etwa 30 Wohnungen
Die Debatte wird zeigen müssen, wie städtebauliche Verdichtung, Denkmalschutzinteressen und die Rechte verbliebener Bewohner gegeneinander abzuwägen sind. Ob es zu Auflagen, einem Kompromiss oder zum endgültigen Abbruch kommt, hängt von Genehmigungsverfahren und möglichen Einsprüchen ab. Die Nachbarschaft wartet derweil gespannt auf das weitere Vorgehen der Behörden und der Eigentümer.

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